Hochzeitsfotografin · Heinsberg · NRW

Warum ich Hochzeitsfotografin geworden bin.

Von Tierfotos, einem Hufschmied und dem Moment, der alles verändert hat.

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Über mich April 2026 ca. 4 Min. Lesezeit

Wenn mich jemand fragt, wie das alles angefangen hat, muss ich ein bisschen ausholen. Nicht weil die Geschichte so kompliziert ist, sondern weil sie einfach… Leben ist, weißt du? Mit Umwegen, Zufällen und ein paar Momenten, die alles auf den Kopf gestellt haben.

Mein Papa hat schon immer fotografiert. Ich bin quasi damit aufgewachsen, ihm dabei zuzuschauen, und irgendwann durfte ich dann auch mal ran. Erst mit seinen Kameras (und ja, ich hab mich gefühlt wie ein Profi), und irgendwann hat er mir meine erste eigene geschenkt. Ab da gab's kein Zurück mehr. 📸

Am Anfang hab ich viel Landschaft gemacht, aber ehrlich? Die meiste Zeit hab ich mit Tieren verbracht. Stundenlang draußen, Geduld haben, warten, den perfekten Moment einfangen. Tiere sind einfach echt. Die verstellen sich nicht, die haben keinen "guten Winkel", die sind einfach… sie selbst. Und genau das hat mich von Anfang an fasziniert.

Und dann waren da irgendwann auch meine Freundinnen. Wir haben zusammen rumexperimentiert, viel gelacht, uns gegenseitig fotografiert. Quasi die ersten "Boudoir" Bilder, auch wenn wir das damals nicht so genannt haben. War einfach Spaß, gute Musik und ein bisschen "Wow, wir sehen ja gar nicht so scheiße aus!". 😅

Der Schubs von Max (und warum Hufschmiede die besten Motivationscoaches sind)

Mein Hufschmied Max hat das über die Jahre alles mitbekommen. Wie ernst es mir war, wie viel Zeit ich mit der Kamera verbracht hab, wie ich auch bei Sauwetter draußen rumgerannt bin. Und irgendwann hatte er einfach die Schnauze voll und hat mich mehr oder weniger gezwungen, endlich mein Gewerbe anzumelden. Also hab ich's im August 2018 gemacht. Noch nebenbei, noch mit festem Job, ohne großen Masterplan. Einfach mal schauen, was passiert. Spoiler: Es ist einiges passiert.

Ende 2018 hab ich einen Menschen verloren, der mir nicht wichtiger hätte sein können und plötzlich war alles anders. Denn da ist mir aufgefallen: Es gibt viel zu wenige Bilder von uns. Und das lag vor allem an mir, weil ich mich jahrelang vor der Kamera versteckt hab. Immer nur dahinter, nie davor. "Nee, lass mal, ich mach lieber die Fotos." Kennst du das?

Und weißt du was? Später nicht genug Erinnerungen zu haben, weil man sich selbst jahrelang unsichtbar gemacht hat, das ist echt scheiße. Ich weiß jetzt, wie viel Bilder irgendwann wert sind. Und ich möchte, dass sich niemand jemals so fühlen muss. Denn jeder Mensch ist schön und sollte gesehen werden. Punkt. Ohne Diskussion.

Panama, Palmen und die "Oh Shit, so geht's nicht weiter" Erkenntnis

2019 war ich auf einer Backpacktour durch Panama. Sonne, Strand, Meer, das volle Klischee. Und da, irgendwo zwischen Palmen und zu ner ganzen Menge Rum, wurde mir sonnenklar: So geht's nicht weiter. Alles musste sich verändern.

Also hab ich 2020 meinen Job gekündigt und alles auf eine Karte gesetzt. Mutiger Move? Ja. Perfektes Timing? Absolut nicht. Es kam Corona, und ich durfte erstmal ein Jahr lang quasi nichts machen. 🫠 Danke, Universum, war genau das, was ich gebraucht hab. (Not.)

Aber 2021 durfte ich meinen ersten Hochzeitstag begleiten und da war mir klar: Das ist es. Die Nervosität morgens, wenn alle ein bisschen durchdrehen. Die ersten Tränen beim Getting Ready. Das Lachen. Die kleinen Momente, die sonst keiner mitbekommt. Dieses ganze wunderschöne, chaotische, perfekt unperfekte Durcheinander. Ich liebe es einfach.

Und weißt du, was das Schönste ist? Dass ich mittendrin sein darf. Nicht als stille Beobachterin mit Teleobjektiv aus der Ecke, sondern als Teil des Tages. Ich bin die, die mit dir morgens vor Aufregung quatscht, die dich beruhigt, wenn du nervös bist, die mit deiner Oma tanzt (ja, wirklich) und die genau im richtigen Moment auf den Auslöser drückt.

Und ja, ich glaub das erklärt auch, warum meine Bereiche so unterschiedlich sind. Tiere, Hochzeiten, Boudoir, klingt erstmal nach "Hä, wie passt das zusammen?". Aber für mich macht's total Sinn. Weil es bei allem um eins geht: Echte Momente. Echte Emotionen. Und dass du gesehen wirst, wie du bist. Ohne Pose, ohne Filter, ohne "stell dich mal so hin".

Warum ich heute hier bin

Heute stehe ich hier, mit meiner Kamera, meinen Hunden, meinem Chaos und ganz viel Liebe für das, was ich tue. Ich bin die Freundin mit Kamera. Die, die dich sieht, wie du bist. Die dafür sorgt, dass du später Bilder hast, die dich an alles erinnern, was wichtig war.

Und genau deshalb mach ich das.

💛

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